Zwischen Mensch und Maschine - Vom Glück und Unglück des Homo faber
Oliver Müller

Zwischen Mensch und Maschine

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Erschienen: 16.08.2010
215 Seiten, Broschur

D: 12,00 €
A: 12,40 €
CH: 17,90 sFr
ISBN: 978-3-518-26029-6

Auf einen Blick

Zusammenfassung

Mit seiner Technik formt der Mensch schon längst nicht mehr nur die äußere Natur, sondern auch sich selbst. Neben der biotechnologischen Manipulation des Genoms sind es zunehmend Neurotechnologien, mit denen der Mensch sein eigenes Selbst verändert und gestaltet. Mit dem therapeutischen Erfolg dieser Technologien stehen neurotechnologische Umbaumaßnahmen von Körper und Geist am Horizont, die auf die »Optimierung« des Menschen angelegt sind. Am Beispiel neuester technischer Zugriffsmöglichkeiten auf das menschliche Gehirn, geht Oliver Müller in seinem Essay der Frage nach, welche Auswirkungen Technisierungsprozesse auf unser Selbstsein und auf unser Selbstverständnis haben und haben könnten. Im Zentrum der Überlegungen stehen Formen der Selbstinstrumentalisierung, der Selbstverdinglichung und der Selbstcyborgisierung, die in der technisch veränderten Wahrnehmung der eigenen Person und in der Selbstanpassung an die Perfektion technischer Prozesse liegen. Die Chiffre des Homo faber erfaßt das Unglück, das im Fortschrittsglück des Immer-Besser-Werdens liegt.

 

„Technisierungsprozesse sind dann problematisch ..., wenn sie die Offenheit des Menschen nicht mehr befördern, sondern unterlaufen. Dies ist etwa dann der Fall, wenn die neurotechnologische Option als einzige Selbstentfaltungsmöglichkeit gesehen wird.“