Herausgegeben von Margery Arent Safir. Aus dem Englischen von Rita Seuß und Thomas Wollermann. Mit Abbildungen
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Erschienen: 23.02.2009 151 Seiten, Broschur D: 10,00 € A: 10,30 € CH: 14,90 sFr ISBN: 978-3-518-26018-0 Auf einen Blick |
ZusammenfassungWas passiert bei der Übertragung mathematischer Formeln in die unscharfe Welt der Wörter? Wer wird angesprochen, und welche Absichten werden verfolgt? Wie kann man wahr und falsch unterscheiden? Roald Hoffmann spricht von der Aufrichtigkeit, die der Forscher dem singulären Gegenstand entgegenzubringen hat, und davon, daß Darstellen und Erzählen, daß »Übersetzen« zur Grundausstattung der menschlichen Welt gehören. Wäre daher die Bevorzugung des Einfachen gegenüber dem Komplexen eine Lüge? Jean-Michel Rabaté hält »wahren« Lügen zugute, daß sie Gefühle zur Wahrheit überlisten können. Evelyn Fox Keller stellt fest, daß auch die Wissenschaft voller Metaphern ist: Die Bezeichnungen Atom, Gen, Organismus sind metaphorische Notlösungen. Aber sprachliche Ungenauigkeit und Assoziationen können durchaus zum wissenschaftlichen Erkennen beitragen. Mieke Bal fragt, ob vielleicht Fiktion Fakten überhaupt erst greifbar macht, und untersucht die Ethik des Geschichtenerzählens. Alle Autoren, die ganz unterschiedlichen Fachrichtungen angehören, stellen die grundsätzliche Frage nach dem unvermeidlichen, notwendigen Zusammenhang von Sprache – wissenschaftlicher wie literarischer –, Lüge und Moral.
»Die interessantesten wissenschaftlichen Fragen überschreiten heute die Grenzen der traditionellen wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Ein Paläontologe verfügt eben nicht automatisch über Kenntnisse der Relativitätstheorie oder der Thermodynamik. Jeder interdisziplinäre Dialog muß die Sprache aus einem Kontext herauslösen und auf einen anderen übertragen. Beim Transport gehen oft Dinge verloren, sie zerbrechen, wie geschickt und vorsichtig die Möbelpacker auch immer sein mögen.« |
Leserstimmen | ||
Antonius Clangor |
Verfasst am: 01.04.2009, 00:00 Ob Sprache, ober Lügen und obest Moral... - Es ist leikalisch-wortistisch gesichert, dass die Begiffneubildung mit Wolbachia in Sprachentwicklungsforen oder -laboren, die mit Morphen (beispielsweise mit dem Juxem Philologica Drosophila bonagaster) arbeiten, kein Problem darstellt, da manche Prototypen unter den jetzig oder zukünftig tippbaren Um- oder Zu- oder Zerrständen nicht auf die zu untersuchende Realverifikation, sondern auf Verbalmutationen durch die Wolbachia-Infektionen zurückzuführen sind. Confer: http://blogs.taz.de/wortistik/2009/03/30/blitzrettung (Rey - 1. April 2009) |
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