Maschinenwinter - Wissen, Technik, Sozialismus
Dietmar Dath

Eine Streitschrift

Maschinenwinter

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Erschienen: 20.04.2008
130 Seiten, Broschur

D: 10,00 €
A: 10,30 €
CH: 14,90 sFr
ISBN: 978-3-518-26008-1

Auf einen Blick

Zusammenfassung

Es sind bekanntlich nicht die Maschinen, die Maschinen einstellen, sondern Menschen, die Maschinen bauen und einsetzen. Daher ist es nicht länger hinzunehmen, daß Maschinen die Lebensverhältnisse zunehmend verschlechtern, obwohl sie im Ursprung dazu gedacht waren, diese zu verbessern. Selbst in den reichsten Ländern ist von Lebenserleichterung durch Technik nicht mehr viel zu merken: Der kreative Computerdienstleister fristet das Dasein eines biblischen Tagelöhners; die High-Tech-Ärztin schreibt Gutachten über die Almosenberechtigung kranker Unterstützungsempfänger; jede Modernisierung der Produktion bedeutet Massenentlassungen statt Arbeitszeitverkürzung. Aber nicht einmal den Anschluß an diese noch vergleichsweise luxuriösen Formen des Jammers gönnt man den ärmeren Gegenden; dorthin wird bloß alles ausgelagert, was man mit den Lohnabhängigen des Westens einstweilen noch nicht machen kann. Wie soll man die Maschinen stürmen, um sie in Besitz zu nehmen? Kann man die moderne Arbeitsteilung beibehalten, aber die Hierarchien, Abhängigkeiten und das Unrecht loswerden, die an ihr kleben? Was haben die Industrie, der von ihr geschaffene Reichtum und der von ihr ausgeworfene Schmutz mit Freiheit zu tun? Der Essay Maschinenwinter riskiert eine literarische, politische, polemische und spekulative Phantasie darüber, wie man mit Technik Geschichte machen könnte.
www.edition-unseld.de

Leserstimmen

Lars Nowak
Verfasst am: 01.01.2010, 00:00
Schade, es sind nur Illusionen und werden es auch bleiben. Aber immerhin, sie lassen sich im Kapitalismus durchaus verkaufen, weil der Mensch gerne besser leben möchte...
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K. Einer
Verfasst am: 15.03.2009, 00:00
Gelungene Schrift, die Hoffnung auf eine gerechtere und selbstbestimmtere Gesellschaft macht! Allerdings fehlt mir die Auseinandersetzung mit der vielleicht wesentlichsten Frage: Wie lässt sich eine solche Gesellschaft denn herstellen, wenn das Ego des Menschen immer wieder Wege finden wird sich zu manifestieren? Wie denn mit Neid, Habgier, Wut (und in der Folge Korruption, Betrug, Verblendung, Manipulation, Intrige, Trägheit, Machtspiele etc.) umgehen? Liegt nicht in den allzumenschlichen Eigenschaften das Problem des Scheiterns solcher Ansätze?

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