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Martin Falk |
Verfasst am: 28.01.2009, 00:27 Drei Marginalien: Erstens: Schöneres im Umgang mit Biographischem ist rar. Durs Grünbeins Nomen ist Omen für die "Wechselwirkung des Menschseins" (S. 102), die "Doppelnatur von Psyche und Physis" ist mit Methoden der Literatur beweisbar. Zweitens: Aber die schwer zu überbrückende Erklärungslücke im Vorgang der Erkenntniskonstruktion (Geist vs. Synapsengeflecht) lässt zur Zeit noch offen, ob der Cartesische Taucher eventuell hier doch nur gebadet hat - auf jeden Fall ist es echte Wellness! Drittens: Grünbeins Credo (S. 106 nach einer beeindruckend knappen Reflexion aktueller Hirnforschung), "Er" sei nicht das Materielle (der Wissenschaft), steht somit in der Tradition der Mißverständnisse, die eben mit Descartes` Denken kritisch wurde: Wir sind nicht das, was wir glauben! Ergo: Fleißiges Bienchen sein - sum(m), sum(m), sum(m) ... z.B.: Pauen und Roth (edition unseld 12) helfen weiter beim Brückenbau; und Grünbeins Talente könnten aus Rizzolattis Spiegelneuronengeflecht(eu 11) einen Thriller der Erkenntnis machen. |
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